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Der zweite Spieltag brachte bereits die Entscheidung, die am letzten Spieltag auch nicht revidiert wurde: die Red Hocks aus Kaufering sichern sich, wie im letzten Jahr, den Titel. Allerdings denkbar knapp, denn erstmals seit über 4 Jahren konnte die U15 I ein Spiel gegen die Red Hocks gewinnen. Dem 7:6 Gewinn ging allerdings eine 6:8 Niederlage voraus, so dass die Red Hocks im direkten Vergleich um ein Tor voraus waren. Ein Tor mehr im direkten Vergleich und es hätte das Torverhältnis gegolten. Hier lagen die Sternler vor dem letzten Spieltag um genau ein Tor vorne.

Die Devise des letzten Spieltages hieß also: möglichst alle unverletzten Spieler noch einmal zum Einsatz bringen und nebenbei den Vorsprung im Torverhältnis halten.
Erster Gegner des Tages war der SV Amendingen, dem die Spielweise des FC Stern normalerweise gar nicht liegt. Geduldig und zielstrebig setzen alle 4 Reihen der Sterne die Strategie um, die Angriffsbemühungen der Gäste im Keim zu ersticken und die starken Schüsse nicht zu erlauben. Ein paar Mal durfte allerdings Philipp im Tor seine Klasse beweisen.
Zur Pause stellte Trainer Sönke Grimpen die Taktik der Reihen zu einer etwas defensiveren Spielweise um, um die Gegner vor eine neue Herausforderung zu stellen. Die Umstellung war aber auch eine Herausforderung für die Sterne: Die Amendinger konnten den entstandenen Raum zu zwei schnellen Toren innerhalb von 35 Sekunden nutzen, ehe die Formationen wieder standen. Auch in dieser Zeit war Philipp ein starker Rückhalt. Eine 2 Minuten-Strafe gegen Stern kurz vor dem Ende konnten die Amendinger nicht verwerten und mussten sogar noch ein Tor in Überzahl hinnehmen. Die Sternler gewannen das Spiel verdient mit 9:2.

Nachdem Kaufering Puchheim mit 23 Toren ausgetanzt, sich dabei aber auf fahrlässige Weise 5 Gegentore eingefangen hatte, hatten sie im Spiel gegen Amendingen wieder ihre Probleme. Die Stärke der Kauferinger ist es aber, bis zur letzten Sekunde an sich und ihren Erfolg zu glauben und unbeirrt dafür zu kämpfen. Nach einem 4:4 Pausenstand endete die Partie mit einem 12:7 für die RedHocks.

Bis dahin lagen die Jungs vom FC Stern also voll im Plan, konnten sie doch ein zusätzliches 2-Tore-Polster aus dem Zusammentreffen mit Amendingen in das letzte Spiel gegen die Sportfreunde Puchheim nehmen. Beim letzten Spiel der zwei Teams hatte es beim Stern doch sehr geholpert. Das sollte heute besser werden, auch wenn der Einsatz von 4 Reihen nicht gut für den Spielfluss ist.
Andererseits waren die Jungs noch frisch und so stand es schon nach 90 Sekunden 3:0. In der Folge flachte das Spiel etwas ab. Die Puchheimer versuchten es gelegentlich mit Kontern, scheiterten aber spätestens wieder an Philipp. Erst zwei saubere und schnelle Pässe mit einer ebenso sauberen Direktabnahme der Gäste ließen die Stern-Abwehr alt aussehen, war aber bei einem Halbzeitstand von 8:1 eher als ärgerlich zu werten.
Dieses Mal wurde die Taktik nur leicht angepasst: noch ein wenig offensiver. Da auch das Spiel gegen Kaufering bei den Gästen seinen Tribut gefordert hatte, wurden sie jetzt ein wenig langsamer. Das genügte, um den Reihen 2, 3 und 4 den nötigen Platz zu verschaffen. Auch wenn noch viele Chancen ausgelassen wurden, stand am Ende ein eindeutiges 24:1 auf der Anzeigetafel.

Am Ende des Tages bleibt den Jungs die Gewissheit, die beste Abwehr der Liga zu haben, taktisch vielseitig spielen zu können und im Torverhältnis vor den Red Hocks geblieben zu sein. Der Pokal allerdings ging wieder nach Kaufering.

Das Spiel FC Stern gegen VfL Kaufering bei der Süddeutschen Meisterschaft am 11. Mai verspricht spannend zu werden. Der amtierende deutsche Meister empfängt die drittbeste Mannschaft Deutschlands, um das einzige verbliebene Ticket zur Deutschen Meisterschaft auszuspielen. Waren es in den letzten Jahren immer Partien auf Augenhöhe, verspricht es dieses Jahr so dramatisch wie selten zu werden.

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