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Am vergangenen Wochenende stand für die Großfeld-Herren des FC Stern München das Auswärtswochenende in Leipzig und Berlin an. Zwei Gegner, zwei unterschiedliche Tabellenregionen: Der SC DHfK Leipzig steht auf Rang 2 der Tabelle der 2. Bundesliga Süd/Ost, der SC Siemensstadt Berlin kämpft als Mitaufsteiger und direkter Konkurrent im Tabellenkeller um den Klassenerhalt.

Gegen Leipzig gab es für die Münchner am Samstag nichts zu holen, mit 3:8 (1:2/1:3/1:3) unterlagen sie gegen die technisch und taktisch versierten Sachsen. Nach frühem 0:2-Rückstand gestalteten die Stern-Herren die Partie zeitweise recht offen und glichen die Partie sogar zum 2:2 dank der Treffer von Moritz Leonhardt (20. Minute, Vorlage: Johannes Grimm) und Johannes Grimm (25., Vorlage: Moritz Leonhardt) aus. Doch die Antwort der Leipziger ließ nicht lange auf sich warten, bis zum Ende des zweiten Drittels hatten sie die Partie dank dreier Treffer wieder unter Kontrolle. Auch im letzten Spielabschnitt sollte nichts mehr anbrennen, den drei weiteren Gegentreffern (darunter ein traumhaft herausgespielter Konter) gab es aus Stern-Sicht nur noch das Tor von Moritz Leonhardt (53., Vorlage: Philipp Kuhnert-Fischer) zum zwischenzeitlichen 3:7 entgegenzusetzen.

Diese Niederlage wurde schnell abgehakt, denn tags drauf stand das Aufsteigerduell gegen SCS Berlin auf dem Programm. Hier galt für beide Teams, dass ein „Dreier“, den in der Vorwoche noch Kapitän Christian Graus gefordert hatte, einen großer Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten würde. Den besseren Start in das Kellerduell hatten erneut die Gastgeber aus Berlin, nach gut zehn Minuten lagen die Münchner mit 0:2 zurück. Doch sie fanden wiederum einen Weg ins Spiel zurück, denn binnen zwei Minuten drehten die Stern-Herren die Partie: Ole Neitz (18., Vorlage: Moritz Leonhardt), Moritz Leonhardt (19., Vorlage: Florian Felke) und Johannes Grimm (19., Vorlage: Moritz Leonhardt) trafen zum 3:2. Direkt nach Wiederbeginn des zweiten Drittels hatten sie mehrere große Chancen auf das 4:2, scheiterten aber mehrfach am Berliner Torhüter. Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Gastgeber wieder die Spielkontrolle. Der Abwehrriegel der Münchner hielt dem Druck leider nicht stand, mit einem 3:4-Rückstand ging es in die zweite Pause. Als in der 45. Minute sogar das 3:5 fiel, standen die Stern-Herren mit dem Rücken zur Wand. Sollte es tatsächlich die dritte Niederlage im dritten Match gegen die Hauptstädter werden? Nein! Erst traf Valerian Jablanovski (50., Vorlage: Johannes Grimm) zum Anschlusstreffer, dann erzielte Ole Neitz den 5:5-Ausgleich (52., Vorlage: Philip Claudius). Als Berlins Toptorjäger sechs Minuten vor Schluss wegen heftigen Stoßens in die Bande folgerichtig eine 5-Minuten-Strafe erhielt, waren die Münchner ein Powerplaytor vom wichtigen „Dreier“ entfernt. Weil jedoch keine der beiden Stern-Überzahl-Formationen die Lücke im Berliner Defensivverbund fand, ging es in die Overtime. Hier sicherte Jann Zurbuchen nach 3 Minuten und 33 Sekunden mit einem Fernschuss den Zusatzpunkt für die Stern-Herren: 6:5 nach Verlängerung (3:2/0:2/2:1/1:0)!

Siegtorschütze Jann Zurbuchen, der extra noch mit dem Flugzeug nach Berlin nachgereist war, äußerte sich danach so: „Das war ein wichtiger Sieg. Weil wir aber erst in der Verlängerung gewinnen konnten, sind wir nun statt mit vier Punkten nur zwei vor Berlin. Mit zwei unnötigen Strafen und einer ungenutzten fünfminütigen Überzahl haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Bei vier Zählern Vorsprung hätten wir den so wichtigen siebten Platz schon fast sicher gehabt“. Da Verfolger SCS Berlin in den verbleibenden beiden Partien stets Punktgewinne zuzutrauen sind, müssen die Stern-Herren ihrerseits weiter Vollgas geben und möglichst im Nachholheimspiel gegen FC Rennsteig Avalanche (kommender Samstag, 23. Februar 2019, 18:30 Uhr; Sporthalle Astrid-Lindgren-Straße 3) einen weiteren Sieg einfahren. Kommt vorbei und unterstützt den FC Stern im Kampf um den Klassenerhalt. Der Eintritt ist kostenlos. Für das leibliche Wohl ist mit einem Kiosk gesorgt.

Text: Christian Graus

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