Janosch mit der Flöte
von Gudrun Wenig

Endlich in der Winterzeit
trägt die Stadt ihr Sonntagskleid,
das wohl tausend Lichter hat,
Weihnachtsmarkt ist in der Stadt.

Jedermann ob groß ob klein,
findet sich dort gerne ein.
Und es riecht nach Schnee und Frost
Und nach Gretes Wurst vom Rost.

Und nach Mandeln und Maronen,
Pfeffernüssen und Makronen.
Nebenan bei Nepomuk
gibt’s Advents- und Christbaumschmuck.

Zwischen Nepomuk und Grete
Da steht Janosch mit der Flöte,
werft ihm etwas in den Hut,
vielleicht geht es ihm nicht gut.

Vielleicht geht’s ihm auch nicht schlecht,
vielleicht hat er einfach Recht
und er möchte uns nur lehren,
leisen Tönen zuzuhören,

die nicht laut sind
und nicht schrill,
Eben, wie
sein Flötenspiel.

Kleine Lieder zu erdenken,
ist wahrscheinlich nicht genial.
Und sie einfach zu verschenken,
ist dem Anschein nach banal.

Kosten tun sie nur Gedanken
und sie bringen nicht viel ein.
Doch man sollte sich im Leben
nie zu schade dazu sein.!

Zwischen Nepomuk und Grete,
da steht Janosch mit der Flöte,
um den Leuten was zu pfeifen.
Hoffen wir, dass sie’s begreifen!!