Schiedsrichter-Nachwuchs

Wie wird man Schiedsrichter
Du interessierst Dich für die Ausbildung zum Schiedsrichter?

Doch wie alt muss ich mindestens sein, wo kann ich mich anmelden und wie umfangreich ist die Ausbildung? Mit den nachfolgenden Stichpunkten werden Voraussetzungen, Ausbildung und weitere wichtige Fragen beantwortet.

Die Schiedsrichtergruppe München Ost / Ebersberg bietet im Juli jeden Jahres einen Neulingslehrgang an.

Mindestalter: 14 Jahre

Weitere Voraussetzungen: Die Schiedsrichter-Bewerber müssen Mitglied in einem Fußballverein des bayerischen Fußballverbandes (BFV) sein (u.a. damit Versicherungsschutz besteht), Interesse am Fußball haben und die Einsatzbereitschaft mitbringen, jährlich mindestens 15 Spielleitungen zu übernehmen und an Weiterbildungsveranstaltungen an vier bis fünf Tagen pro Jahr teilzunehmen.

Kurs: Die Ausbldungsdauer beträgt jeweils eine Doppelstunde bei ingesamt 7 Kursabenden innerhalb eines Monats.

Prüfung: Schriftliche (Beantwortung von Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (zum Beispiel 1000-Meter-Lauf), zum Abschluß jedes Kurses.

Einsätze: Nach Prüfung, je nach Alter im Junioren- und auch schon im Herren-Bereich, beginnend in den Basisklassen. Hierbei erfolgt in der Anfangsphase möglichst Betreuung durch erfahrene Kollegen (Paten) aus dem eigenen und anderen Vereinen.

Aufstieg: Die Eignung für die höhere Spielklasse wird durch Schiedsrichter-Beobachter festgestellt.

Finanzen: Die Sportkleidung wird normalerweise vom Verein gestellt. Die Fahrtkosten zu den Spielleitungen werden ersetzt, daneben gibt es abhängig von der Spielklasse Aufwandsentschädigungen.
Welche Aufgaben kommen auf die Eltern zu?

Die Fußballspiele, die von unserer Gruppe mit Schiedsrichtern besetzt werden, finden im Raum München Ost bis Ebersberg statt. Gerade in den ersten Jahren als Schiedsrichter pfeift man noch unterklassigere Spiele ohne SR-Assistenten. Die Hauptaufgabe für die Eltern wird es sein, den Transport der Kinder zu den Spielen und den Lehrabenden zu organisieren. Diese Aufgabe kann leider nicht durch den BFV bzw. die Schiedsrichtergruppe wahrgenommen werden.

Kann man Pfeifen und Fußballspielen vereinbaren?

Ja, durch eine Absprache von Spielplänen mit den Einteilern und entsprechende Eintragung von Freistellungen in das System, können Diese die Schiedsrichter gezielt an spielfreien Tagen einteilen. So gewährleisten wir, dass unsere Schiedsrichter auch noch parallel selber im Verein Fußball spielen können.

Kann man Pfeifen und Schule/Ausbildung vereinbaren?

Ja, durch eine Absprache von Schulaufgabenterminen, Lernzeiten etc. mit den Einteilern und entsprechende Eintragung der Freistellungen in das System können Diese die Schiedsrichter gezielt an Tagen oder in Wochen einteilen, in denen von der Schule oder vom Beruf keine großen Herausforderungen an die Kinder gestellt werden. Generell ist bei allen Situationen eine rechtzeitige Absprache mit den Einteilern oder der Gruppenführung die beste Lösung, um Probleme auf anderen Gebieten nicht durch das Pfeifen noch zu erschweren.

Sind die Neulinge bei ihren Spielen alleine?

Nein, wir versuchen bei jedem Spiel (Gerade in den ersten Wochen und Monaten) erfahrene Schiedsrichter als Paten einzuteilen, die den Neuling bei seinen ersten Spielen betreuen wird, als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung steht und anschließend dem Neuling Tipps und Hilfestellungen gibt, sich als Schiedsricher zu verbessern.

Was ist eigentlich, wenn einmal etwas passiert?

Alle Schiedsrichter des BFV sind während ihrer Spielaufträge versichert und können nicht für Schäden die Personen oder Vereine durch die Entscheidungen eines Schiedsrichters entstehen haftbar gemacht werden. Sollte es dennoch mal zu einer Auseinandersetzung kommen, so bietet der BFV all seinen Schiedsrichtern einen Rechtsschutz, so dass hier eine optimale Unterstützung von Seiten des Verbandes geboten wird, um seine Schiedsrichter zu schützen.
Neugierig geworden? Schicke uns Deine Fragen oder Anmeldewunsch und wir helfen Dir gerne weiter: michele.frino@fcstern.de