Weibliche U15 des FC Stern München Dritter beim Hallenturnier des FC Aschheim 2018

 

Das Stresslevel an diesem Tag war bereits weit vor Turnierbeginn erreicht. Durch Zufall bemerkte Spielerin Elisa Lehmann, dass das Turnier eine Stunde früher als von den Sternverantwortlichen angenommen starten sollte. Nun konnten die C-Juniorinnen des FC Stern München an diesem Samstag, den 03.02.2018, unter Beweis stellen, wie effizient sie sich in weniger als 30 Minuten aufzuwärmen vermochten.

Die anderen Gegner der Vorrundengruppe B – FC Puchheim, FC Fasanerie Nord und SC Unterpfaffenhofen – hatten damit einen kleinen Vorteil bekommen, der durch den Turniermodus noch vergrößert werden sollte: es gab kein Halbfinale, es spielten jeweils die Gruppenersten den Turniersieger aus.

 

FC Stern München – FC Fasanerie Nord 1:0

Aller Anfang ist schwer. Ein Spruch wie gemacht für neue Trikots der FC Stern U15. Eigentlich kontrollierte man die gesamten 10 Minuten Spielzeit, doch abgesehen von Fabien Fuchs, die den Scharfschützen aus der Ferne mimte, kam keine Gefahr fürs Fasanerie-Tor auf. Allerdings ließ man im Gegenzug auch rein gar nichts aufs eigene Tor zu, sodass Stern-Goalie Katharina Beck quasi als 5. Feldspieler fungierte. Mit näherrückendem Spielende wurden die Mädels von Fasanerie Nord mutiger und deren Torhüterin versuchte nun, es ihrer Gegenüber gleich zu tun – mit fatalen Folgen. Einen weiten Abschlag schickte Hannah Hufschmidt 15 Sekunden vor der Schlusssirene postwendend zurück, allerdings in die verwaisten Maschen. Ein verdienter, jedoch auch glücklicher Sieg. Für die weiteren Aufgaben besteht definitiv noch Steigerungsbedarf.

Bester Stern: Fabien Fuchs prägte durch viele Distanzversuche das Spiel und man wartete darauf, wann endlich der erste im Netz zappeln würde, doch liefen die 10 Minuten zuvor ab und Fabien Fuchs dürfte ein wenig über die alte Fußballphrase “den Ball flach halten” nachdenken.

 

Im Parallelspiel zwischen FC Puchheim und SC Unterpfaffenhofen gewannen Letztere mit 2:0, wobei dieses Ergebnis mehr als schmeichelhaft angesichts der unterpfaffenhofener Sturmzange war. Mit diesem Spiel ergab sich folgende Tabelle:

  1. SC Unterpfaffenhofen 3 2:0
  2. FC Stern München 3 1:0
  3. FC Fasanerie Nord 0 0:1
  4. FC Puchheim 0 0:2

 

FC Puchheim – FC Stern München 0:3

So spät der Treffer im ersten Spiel fiel, so schnell gingen die Jungsterne diesmal in Führung. Anna Eichele, in den Tagen vor dem Turnier offenbar Tauchübungen im roten Farbeimer durchgestanden, traf – und zwar gleich doppelt.

Dann wurde sie schnell ausgewechselt und leider verlor dadurch das Spiel zunehmend an Attraktivität. Nantia Meletlidou stocherte nach einer Ecke von Hannah Hufschmidt zwar den Ball zum 3:0 ins Tor, doch erst Anna Eichele brachte nach ihrer Wiedereinwechslung Feuer – und nicht nur mit ihrer Haarfarbe – ins Spiel. Ein 4:0 sollte in diesem Spiel nicht mehr zustande gebracht werden, doch auch so war es eine mehr als deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorspiel.

Bester Stern: Anna Eichele, sich passend zu ihrer Kapitänsbinde eingefärbt, machte gefühlt nach einer Minute bereits den Deckel drauf. Aufgrund ihrer frühen Auswechslung, nachdem sie für klare Verhältnisse gesorgt hatte, wäre der Titel “Spielerin des Spiels” allerdings sehr überzogen. Daher ergänzen wir diese Rubrik um eine weitere Auffälligkeit: Lena Ebner sorgte mit Abgeklärtheit für weitere entspannte 10 Minuten ihrer Torhüterin – das war schon fast Johanna-Gläsel-like!

 

Mit dem Ergebnis aus dem Parallelspiel zwischen FC Fasanerie Nord und SC Unterpfaffenhofen von 0:3 ergab sich folgende Tabelle:

  1. SC Unterpfaffenhofen 6 5:0
  2. FC Stern München 6 4:0
  3. FC Fasanerie Nord 0 0:4
  4. FC Puchheim 0 0:5

 

SC Unterpfaffenhofen – FC Stern München 0:1

Die Route für dieses Spiel war klar. Aufgrund des besseren Torverhältnisses reichte dem SC ein Unentschieden fürs Finale. Die Sternmädels hingegen waren zum Siegen verdammt.

Darüber hinaus galt es, die unterpfaffenhofener Stürmerinnen weitestgehend auszuschalten. Das klappte anfangs auch sehr gut. Starkes Pressing prägte die ersten Minuten der Jungsterne, die sogar zu den ersten Möglichkeiten kamen. Doch in so ein Vorpreschen kam ein langer Pass in die Sturmreihen des SC Unterpfaffenhofen. Und die Kaltschnäuzigkeit suchte Ihresgleichen, sodass auch Torhüterin Katharina Beck keine Chance blieb. Von diesem Augenblick an brauchten die Sterne sogar zwei Treffer, um das Finale zu erreichen.

Und anstatt den Kopf hängen zu lassen, drückten sie auf das Tor der Unterpfaffenhofenerinnen, nur leider ohne zählbaren Erfolg.

Bester Stern: Ein Autor, der selten den Torschützinnen diesen Titel ausspricht, da müsste bei einer Niederlage doch eigentlich die Torhüterin genannt werden, oder? Richtig!

Trotz des Gegentreffers lag es vor allem an Katharina Beck, dass die Sternmädels so lange auf einen Ausgleich oder sogar auf einen Siegtreffer hoffen konnten. Nun war es an ihr, ihre Vorderfrauen in der Defensive zu entlasten, was sie hervorragend umsetzte, und den in der gesamten Aschheimer Halle gefürchteten unterpfaffenhofener Sturm beinahe zur Verzweiflung brachte.

 

Mit dem Ergebnis aus dem Parallelspiel zwischen FC Fasanerie Nord und FC Puchheim von 0:2 ergab sich folgende Tabelle:

  1. SC Unterpfaffenhofen 9 6:0
  2. FC Stern München 6 4:1
  3. FC Puchheim 3 2:5
  4. FC Fasanerie Nord 0 0:6

 

Damit hatten die Sternmädels den Zweitplatzierten aus der Gruppe A, den Lokalmatador FC Aschheim, im Spiel um Platz 3 vor der Brust.

 

FC Aschheim – FC Stern München 1:3

Die Mädels vom FC Stern wurden gleich doppelt kalt erwischt. Elisa Lehmann staubte einen Torschussversuch von Anna Eichele ab, doch erkannte der Schiedsrichter mithilfe der Heimfans ein Handspiel, hinter dem ein dickes Fragezeichen stehen muss, und im Gegenzug kassierten sie das 1:0. Ein wahrer Schockmoment, in welchem man froh sein kann, eine Anna Eichele in seinen Reihen zu haben.

Mustergültig legte sie sich die Kugel auf ihren starken rechten Fuß und netzte zum Ausgleich ein. Zumindest war jetzt alles wieder möglich. Die Sternmädels tankten wieder Selbstvertrauen und übernahmen zusehends die Kontrolle über das Spiel.

Und dann kam der Moment der Fabien Fuchs!

In dem durch einen Eckball verursachten Chaos im Aschheimer Torraum behielt sie den Überblick und hob den Ball sehenswert zur Führung über die Torhüterin hinweg.

Die Gastgeberinnen wirkten nun ihrerseits kalt erwischt und eine gewisse Schockstarre nutze nun erneut Fabien Fuchs, um ihre zweite Bude zu markieren.

Damit war das Spiel endgültig zugunsten der Sterne entschieden und man verlegte sich die letzten Minuten darauf, das Ergebnis zu verwalten, was vor allem dank Hannah Hufschmidt auch gelang.

Die U15-Mädels des FC Stern sicherten sich in Aschheim somit den Dritten Platz und damit die Bronzemedaille, die sie in Form eines schönen Pokals, der sich von dem des Erst- und Zweitplatzierten nur anhand der Größe unterschied, ausgehändigt bekamen und Katharina Beck freudestrahlend mit nach Hause nehmen durfte.

Bester Stern: Man suche jemanden, der kein Tor geschossen hat… Hannah Hufschmidt beispielsweise. Über ihre Seite war über das gesamte Turnier eigentlich kein Durchkommen. Man darf gespannt sein, ob sie das auf Großfeld nun genauso gut umzusetzen vermag.

 

Ergänzend sei noch erwähnt, dass den Turniersieg der SC Unterpfaffenhofen mit einem 1:0-Erfolg über den RW Grünacker holte. Herzlichen Glückwunsch!